Die Ausstellung “Im zerbrochenen Spiegel - Tanz der Neunzehnhundert-zwanziger in Medien der Zweitausendzehner” in der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, die vom 10. bis 19. Juni für Besucher geöffnet hatte, war ein voller Erfolg! Gemeinsam mit anderen Studenten an der Berliner Technischen Kunsthochschule (btk) hatte ich die Ehre, einige Designvorschläge für die verschiedenen Ausstellungsecken zu kreieren. Einige meiner Ideen wurden mit viel Detailliebe umgesetzt - wie die hier zu sehende “Archivecke".

In dieser Ecke befinden sich ein paar Mikroskope, mittels denen man auf Glasplättchen angebrachte Mini-Textausschnitte aus den 20er und 30er Jahren entziffern kann - der jeweilige Ausschnitt erscheint sodann auf einem der in die Wand eingelassenen Bildschirme, um jedoch nach einiger Zeit unter Bildrauschen wieder zu entschwinden … An der rechten Seite der Ecke befindet sich außerdem eine große Pinnwand, auf welcher die Besucher ihre ganz eigenen Spuren in der Zeit hinterlassen können.

Link zur Ausstellung: http://himmelaufzeit.de/detail.php?id=55
Foto Copyright Anja Beutler.

Vorherige Artikel im Blog:
http://debora-mira.de/blog/die-zerbrochenen-spiegel-archivecke
http://debora-mira.de/blog/die-zerbrochenen-spiegel-ausstellungsdesign
http://debora-mira.de/blog/die-zerbrochenen-spiegel-sprachaufnahmen

Dies ist das dritte Jahrbuch in Folge über den Kurs “Interactive Environments” an der Berliner Technischen Kunsthochschule. Angeboten wird er zum Einen als Grund- und zum Anderen als Vertiefungskurs. Ich habe im vergangen Semester parallel zum Lehrplan an der Erstellung dieses Bandes mitgearbeitet und war unter der Leitung von Dozent Lauritz Lipp ( http://www.btk-fh.de/lauritz-lipp/ ) für die Textredaktion verantwortlich. Wie in den zwei vorherigen Ausgaben, stand auch in den hier beschriebenen verschiedenen Semesterprojekten die übergreifende Frage im Raum: Wie muss Interaktivität konzipiert sein, damit sich zeitgleich - thematisch umrahmt - Funktion, Ästhetik und Bedeutung an ihr erfahren lässt?

In diesem speziellen Band ging es nun explizit darum, was Interaktivität für uns Menschen in der Zukunft bedeuten könnte und welches Potential in ihr steckt bzw. welche gruseligen Zukunftsvisionen uns in dieser Hinsicht heimsuchen könnten. Die unterschiedlichen Semester und deren Projektgruppen untereinander näherten sich diesem Thema auf die verschiedensten Arten: So fragten sich einige Studenten, wie man beispielsweise alten Menschen durch interaktiv gebrauchbare Gegenstände eine Hilfe im Alltag an die Hand geben kann. Eine Bachelorabsolventin erschuf interaktive Gemälde, die auf diese Weise auch für Blinde wahrnehmbar wurden. Einige Gruppen erprobten sich in gruseligen Science-Fiction-inspirierten Projektionen und Lichtspielen, wieder andere erschufen ganze Tagebuchreihen mit fiktiven Geschichten, die einem den kalten Angstschweiss auf die Stirn treiben können …

Diese regelrechte Projektsammlung soll neugierig machen, zum Nachdenken anregen, sowie erstaunen. Und vielleicht schafft dies Buch es ja sogar, einige Leser dazu zu ermutigen, es doch einmal selbst mit kreativen Lösungen zur [Inter]Aktivierung der Umwelt zu versuchen. Zu bestellen ist es direkt über die Berliner Technische Kunsthochschule: info@btk-fh.de


Hier einmal ein paar Beispiele von mir, wie ich Menschen karikiere und welchen Cartoon-Strich ich meistens benutze. Die Arbeiten stammen noch aus den Jahren 2003/2004, als ich einen praktischen Fernlehrgang zum gleichen Thema belegte. Der Kurs hat mir viel Spaß gemacht, auch wenn es eine kleine Herausforderung bedeutete, denn bis dahin hatte ich meist nur naturalistisch gezeichnet. Den größten Gewinn macht bei dieser Fortbildung die stark verbesserte Linienführung am Ende aus, das Formenbewusstsein wird gestärkt und für einen geübteren Zeichner kann es dann auch noch Spaß machen, den eigenen Strich einmal stilistisch zu variieren. Sehr empfehlenswert!

Diese naturalistischen Zeichnungen von mir habe ich vor Kurzem in einer Umzugskiste wiederentdeckt. Sie stammen allesamt aus dem Jahr 2005, in welchem ich intensive Zeichenstudien betrieben habe - u.a. beschäftigte ich mich dabei mit der Linienführung berühmter Künstler und versuchte, diese entsprechend nachzuahmen. Während beim Zeichnen von Storyboards oder im Characterdesign vor allem das Vorstellungsvermögen des Künstlers eine große Rolle spielt, kommt es beim naturalistischen Zeichnen umso mehr auf das “Sehen” bzw. die Synchro-nisation von Auge und Hand an.

Hier drei Beispiele aus den Tonaufnahmen, die ich für die Ausstellung “Die zerbrochenen Spiegel” an der HfbK Hamburg gesprochen habe. Sie sollen in eine interaktive Stadtkarte integriert werden, welche den Besuchern verschiedene Orte und Institutionen der Tanzszene im Hamburg der 20er Jahre vorstellen soll. Die Ausstellung wird vom 9. bis 19. Juni 2010 in Hamburg zu sehen sein.







Demo Altonaer Stadttheater Ausstellung (01/2010)







Demo Ballhaus Alkazar Ausstellung (01/2010)







Demo Hansa Theater Ausstellung (01/2010)

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