Auf Grundlage des Animatics zu meinem Projekt “Ragtime Refreshment Announcement” entstand nun dieser finale Clip. Die Animationen wurden neu ge-timed, etwaige Bildfehler ausgelöscht und die Soundspur neu geschnitten. Obwohl ich das gesamte Filmmaterial nachträglich noch einmal vor dem Bluescreen in HD aufgenommen hatte, gefiel mir letzten Endes doch die Animation aus dem alten Material besser. Außerdem verlor der Film - ohne den ganzen “Schmutz” im Bild - tatsächlich an Charme.

Hier zwei kleine Renderings als Beispiel dafür, dass man nicht immer an die Spitze der Polygonzahl stoßen muss, um schöne Bilder zu produzieren. Man kann es ebenso künstlerisch betrachten und versuchen, dem Bild einen ganz eigenen Stil zu verpassen - dies wiederum kann auf unterschiedlichste Weise geschehen: durch das Modeling, Shaden und Texturieren, Beleuchten, Animieren, Rendern und Composen! So gesehen sind einem digitalen Künstler in der Findungsphase eines Stilelements kaum bildnerisch-ästhetische Grenzen gesetzt.

Allen Blogbesuchern wünsche ich zunächst ein gesundes, kreatives und humorvolles Jahr 2010! Hier ein paar ausgewählte Bilder aus einer frühen Version des Storyboards zu meinem derzeitigen Uni-Projekt “Ragtime Refreshment Announcement". Ursprünglich gedachte ich viel mehr Story in den Clip einzuflechten, doch die vorgegebene Audiospur begrenzt die Zeit hierfür einfach zu stark - der Clip wird in der Endversion voraussichtlich unter einer halben Minute Spieldauer bleiben.

In den vergangenen fünf Tagen entstand dieser kleine Videoclip zum Thema Analog Motion Graphics (per Hand animierte 2D-Grafik). Vorgegeben von unserem Dozenten Gabriel Shalom ( www.gabrielshalom.com ) waren alte Tonaufnahmen eines Werbeblocks aus den 60er Jahren - aus einem Autokino. Jedem Studenten bzw. Studententeam wurde ein Ausschnitt aus diesem Programm zur Visualisierung zugeteilt.

Die Werbung “Ragtime Refreshment Announcement” bestand aus einer relativ kurzen Ragtime Musik und zwei (amerikanischen) Werbe-Sätzen, die damals im Kino zur Musik eingeblendet wurden: IT´S INTERMISSION TIME. VISIT OUR REFRESHMENT CENTER NOW. Eben diese Sätze habe ich versucht, auf kreativere Art umzusetzen. Der folgende Clip ist als Animatic zu werten, da wir alle Clips am Ende in HD-Qualität abgeben und ich somit die ganze Sache nochmal drehen und nachbearbeiten muss.

Zunächst hatte ich mir Gedanken über die grundsätzliche Richtung gemacht - ich wollte, dass die einzelnen Wörter mehr “visuelles” Gewicht bekamen und nicht nur besser ins Bild passten, sondern selbst zum Bild wurden. So entstand die Idee, Wörter und Wortteile grafisch zu Charakteren umzugestalten und sie handlungsfähig zu machen. Vor einem behelfsmäßigen “Bluescreen” wurden die zuvor zeichnerisch entworfenen Papp-Wörter per Hand animiert. Auch Vordergrund-Elemente, Wolken und Effekte wurden analog inszeniert und mit der Kamera aufgenommen. Danach folgten zwei Tage Compositing-Arbeit in Adobe Premiere und Eyeon Fusion. Die Qualität hat leider etwas unter den schlechten Lichtbedingungen am Set gelitten, aber es ist ja eben ein “no budget” Film … Nichtsdestoweniger: Viel Vergnügen beim Anschauen!

In dem Kurs “Advertising Design” an meiner Hochschule stand es die letzten Wochen zur Aufgabe, ein Filmplakat zu gestalten, welches von der Berliner Filmproduktionsgesellschaft Kinoherz für ihre angestrebte Komödie “Heisser Herbst in Lüttjenhorst” potentiell als Werbemittel eingesetzt werden könnte. Grundlage für die Gestaltung lieferte ein Expose (kurze Inhaltsangabe) des geplanten Drehbuchs. Diese dargestellte Variante ist meine gestalterische Lösung.

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