Eine der geplanten Ecken für das Ausstellungsprojekt “Die zerbrochenen Spiegel” von Klaus Mann soll wie eine Art Archiv anmuten und ebenfalls interaktive Möglichkeiten für die Besucher bieten: Das Kabinett des Vergessenen. Hier mein Entwurf:
Die LINKE Wand soll im oberen Drittel mit einem Regal versehen sein, welches viele unterschiedlich große Fächer besitzt, die jeweils vorne mit einer Glasscheibe gesichert sind – darin befindet sich altes Originalmaterial, wie zum Beispiel Bücher, Notizzettel oder Fotos. Darunter befinden sich zwei bis drei flache Computer-Bildschirme, an denen die Besucher altes Archivmaterial durchstöbern können. Die dafür nötigen Mäuse liegen auf einer ca. 40 cm breiten Ablage, die in Tischhöhe anmontiert ist. Der Bequemlichkeit halber stehen vor dieser Wand 2-3 rollbare Hocker.
Die RECHTE Wand ist als riesige Pinnwand ausgestaltet, an der die Besucher ihre eigenen Spuren hinterlassen können. Zu diesem Zweck liegen hier auf der Ablage, die sich also auch über die Ecke erstreckt, kleine Notizzettel und Pinnadeln. Hier eine schnelle Skizze:
Zur weiteren Requisite gehört noch das Highlight dieser Ausstellungsecke: Ein schwerer Schreibtisch, der aussieht, als hätte gerade ein Forscher an ihm intensive Studien betrieben: Bücher, Unterlagen, Mappen und Zettel liegen verteilt im Licht einer edlen Tischlampe. Doch in der Mitte der Tischfläche steht ein Mikroskop. Neben diesem liegen die entsprechenden Glasplättchen, die man unten einklemmen und das darauf liegende Material unter dem Mikroskop untersuchen kann. Der Clou: Statt chemischer Versuchstropfen oder etwa biologischer Faserbestandteile, befinden sich auf den Plättchen Miniatur-Textausschnitte, die man nun tatsächlich entdecken und lesen kann.