Dies ist das dritte Jahrbuch in Folge über den Kurs “Interactive Environments” an der Berliner Technischen Kunsthochschule. Angeboten wird er zum Einen als Grund- und zum Anderen als Vertiefungskurs. Ich habe im vergangen Semester parallel zum Lehrplan an der Erstellung dieses Bandes mitgearbeitet und war unter der Leitung von Dozent Lauritz Lipp ( http://www.btk-fh.de/lauritz-lipp/ ) für die Textredaktion verantwortlich. Wie in den zwei vorherigen Ausgaben, stand auch in den hier beschriebenen verschiedenen Semesterprojekten die übergreifende Frage im Raum: Wie muss Interaktivität konzipiert sein, damit sich zeitgleich - thematisch umrahmt - Funktion, Ästhetik und Bedeutung an ihr erfahren lässt?
In diesem speziellen Band ging es nun explizit darum, was Interaktivität für uns Menschen in der Zukunft bedeuten könnte und welches Potential in ihr steckt bzw. welche gruseligen Zukunftsvisionen uns in dieser Hinsicht heimsuchen könnten. Die unterschiedlichen Semester und deren Projektgruppen untereinander näherten sich diesem Thema auf die verschiedensten Arten: So fragten sich einige Studenten, wie man beispielsweise alten Menschen durch interaktiv gebrauchbare Gegenstände eine Hilfe im Alltag an die Hand geben kann. Eine Bachelorabsolventin erschuf interaktive Gemälde, die auf diese Weise auch für Blinde wahrnehmbar wurden. Einige Gruppen erprobten sich in gruseligen Science-Fiction-inspirierten Projektionen und Lichtspielen, wieder andere erschufen ganze Tagebuchreihen mit fiktiven Geschichten, die einem den kalten Angstschweiss auf die Stirn treiben können …